Die Sucht- und Drogenpolitik wird in Hamburg behördenübergreifend durch die „Amtsleiterrunde Drogen“ gesteuert. In der Amtsleiterrunde Drogen sind die zuständigen Amtsleitungen der BGV, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Behörde für Schule und Berufsbildung, Behörde für Justiz und Gleichstellung, die Staatsanwaltschaft, die Behörde für Inneres und Sport, die Polizei und die Bezirke vertreten. Neben der behördenübergreifenden Abstimmung  und Umsetzung sucht- und drogenpolitischer Maßnahmen, zählt auch die Eindämmung von Drogenszenen zur ihren Zielen.

Die operative behördliche Steuerung und Koordination des Suchthilfesystems wird in Hamburg von der ↗ Fachabteilung Drogen und Sucht der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) übernommen. Sie ist erster Ansprechpartner für strategische Entwicklungen und die Planung von öffentlich geförderten Maßnahmen und Aktivitäten auf Landesebene.

Zur landesweiten Koordination der Querschnittsaufgabe Suchtprävention ist in Hamburg die Ständige Arbeitsgruppe Suchtprävention (STAGS) eingesetzt, die im Auftrag der Amtsleiterrunde Drogen Aufgaben der behörden- und ämterübergreifenden Steuerung der Suchtprävention wahrnimmt. Die STAGS setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der für Gesundheit, Jugend, Schule, Inneres und Justiz zuständigen Fachbehörden sowie Vertretungen der Bezirksämter. Die in der STAGS vereinbarten Ziele sollen in die unterschiedlichen Praxisfelder umgesetzt werden und sind daher für das Tätigkeitsfeld der Fachstellen für Suchtprävention und Suchtfragen  von zentraler Bedeutung. SUCHT.HAMBURG nimmt in der STAGS eine informierende und beratende Funktion ein. Wir informieren regelmäßig über relevante epidemiologische Entwicklungen und praxiserprobte Projekte, berichten über die Wirkungen der in Hamburg umgesetzten suchtpräventiven Maßnahmen und beraten die Vertreterinnen und Vertreter hinsichtlich der zu treffenden Entscheidungen.

Zur Abstimmung und Steuerung zwischen den Trägern der Suchthilfe und der Fachbehörde wurde der Fachrat Drogen und Sucht eingesetzt. Ziel des Fachrat Drogen und Sucht ist die Identifikation und Bewertung des Entwicklungsbedarfs in der Suchthilfe und dessen unmittelbare Umsetzung in den Einrichtungen.

Ausführliche Informationen zur Steuerung des Suchthilfesystems in Hamburg finden Sie im ↗ Suchthilfebericht 2013. Eine Übersicht der Suchtberatungsstellen in Hamburg finden Sie unter ↗ www.rauschbarometer.de

Suchtprävention ist ein Querschnittsthema, das in den Bezirken vor allem in den Bereichen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe angesiedelt ist. Maßnahmen der selektiven und indizierten Suchtprävention wie auch die Förderung eines gesundheitsförderlichen Lebensstils werden in Einrichtungen und Projekten der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Förderung der Erziehung in der Familie sowie Sozialräumlichen Hilfen und Angebote (SHA), im Bereich des kommunalen Gesundheitsförderungsmanagements oder der Mütterberatung angeboten und umgesetzt. In jedem Bezirk gibt es einen sogenannten Suchtpräventionskoordinator bzw. –koordinatorin, die neben anderen Aufgaben auch Tätigkeiten in der Suchtprävention übernehmen.

 

Suchtpräventionskoordinatoren und –koordinatorinnen in den Bezirken:

Altona:

Herr Atif Bayazit | GWA-St. Pauli | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bergedorf:

Herr Hans-Jürgen Raab | Fachamt für Sozialraummanagement | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Eimsbüttel:

Herr Jörg Israel | Palette e.V. | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Harburg:

Herr Holger Bohm | Mobile Suchtprävention Harburg |E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mitte:

Region I: Herr Martin Johns | Rückenwind e.V | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Region II: Herr Jörn Glagow | timo-Jugendclub | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Region III: Frau Maria Hoeffgen | jugend hilft jugend Hamburg e.V. | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nord:

Herr Andreas Kirschner | Fachamt Jugend- und Familienhilfe | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wandsbek:

Herr Thomas Zurborg | Fachamt Jugend- und Familienhilfe | E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hamburg verfügt mit dem ↗ SuchtPräventionsZentrum (SPZ) und dem ↗ Deutschen Zentrum für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) über zwei Fachstellen für den Bereich der Suchtprävention. SUCHT.HAMBURG ist darüber hinaus als Fachstelle für Suchtfragen im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg als übergreifender Ansprechpartner für Information, Prävention, Hilfe und Netzwerk rund um das Thema Sucht.

Neben der Zusammenarbeit mit den für die behördliche Steuerung zuständigen Organen, ist die Kooperation und regelhafte Abstimmung zwischen SUCHT.HAMBURG dem SPZ und dem DZSKJ, wesentlich für die Erreichung der für Hamburg formulierten übergeordneten Ziele.

Zur Festigung der Zusammenarbeit der Fachstellen besteht eine schriftliche Kooperationsvereinbarung, die den regelhaften Austausch, die Aufgabenfelder und die Zuständigkeitsbereiche regelt.

Gremien

Zur Unterstützung des Transfers von Wissen zur Implementierung aktueller Qualitätsstandards, Methoden und Konzepte von der Wissenschaft in die Praxis tagen die folgenden Gremien unter dem Dach von SUCHT.HAMBURG:

  • AG Fortbildung
  • AK Enter
  • AK Kinder von suchtbelasteten Eltern
  • AK Sucht.Jugend
  • AK Vielfalt
  • Forum Sucht.Prävention

Über Wissenstransfer und Qualitätsentwicklung hinaus, dienen die Gremien dazu, ein stärkeres Bewusstsein für die Relevanz von Suchtprävention und Suchthilfe zu fördern mit dem Ziel, arbeitsfeld- und einrichtungsspezifische Aufgaben im Kontext der Suchthilfe zu erkennen und wahrzunehmen (Schnittstellenmanagement).

Die Gremien finden auf Einladung statt und stehen den Fachkräften des Hamburger Suchthilfesystems und der angrenzenden Arbeitsbereiche in der Regel offen. Alle Einrichtungen, Fachkräfte, aber auch Behörden, Bezirke und Sozialpartner, die sich in diesem Arbeitsfeld engagieren und konzeptionell tätig sind, finden in den Gremien Foren zur Diskussion und Qualitätsentwicklung der Arbeit.

Die aktuellen Sitzungstermine unserer Gremien finden Sie unter Termine