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Schwangerschaft Kind Sucht

Netzwerk und Datenbank für Fachkräfte

Hilfe für suchtgefährdete und suchtkranke schwangere Frauen und Familien mit Kindern bis zu einem Jahr - das ist der Titel der Rahmenvereinbarung, die im Februar 2008 auf Initiative der BSG von Akteuren in der Medizinischen Versorgung, der Suchthilfe und der Jugendhilfe unterzeichnet wurde.

Ziel ist es, Familien in Risikosituationen früher anzusprechen und gezielter zu unterstützen - mit neuen Standards für die Zusammenarbeit und einer Datenbank, in der alle relevanten Hilfen des Kooperationsverbundes aufgegeführt sind.

Die Fach- und Koordinierungsstelle dafür ist bei der HLS angesiedelt. Der Projektname "Lina" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Windel", aber auch "Netz, Seil" - ein passendes Sinnbild für die Ziele des neuen Projektes.

 

Information zu Hilfen und Materialien

Zur Unterstützung dieser Arbeit wurde eine umfassende Informations- und Servicestelle mit einer Datenbank aufgebaut, in der die verschiedenen Hilfeangebote und Materialien rund um Schwangerschaft, Geburt, junge Familie und Suchtbelastung in Hamburg erfasst werden, damit sie allen Professionellen - und letztendlich den Betroffenen suchtbelasteten bzw. gefährdeten Frauen selber - auf einfachem Wege zur Verfügung stehen.
Ziel ist es, die Risiken des Suchtmittelgebrauchs zu verdeutlichen und anzusprechen, die jungen Frauen - und ihre Partner - gegebenenfalls zu einer Verhaltensänderung zu motivieren und ihnen Unterstützung für ihre neue Lebenssituation als Familie zu vermitteln.

 

Kooperationsvereinbarung Substitution

Die Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Erziehungsfähigkeit von substituierten drogenabhängigen Menschen mit regelmäßigem Umgang mit minderjährigen Kindern sowie der Stärkung des Kinderschutzes ist im August 2013 verabschiedet worden und steht hier aber auch www.lina-net.de/service zum Download bereit.

 

Juni 2011:Preis für vorbildliches Netzwerk

Hamburg ist zum dritten Mal Preisträger im Bundeswettbewerb "Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention". Der Hamburger Beitrag präsentierte auch das Projekt "KisEl – Kinder suchtbelasteter Eltern". Unter diesem Titel sind die beiden Netzwerkprojekte der Hamburgischen Landesstelle und des Büros für Suchtprävention: Lina – Schwangerschaft – Kind – Sucht und connect – Hilfe für Kinder aus suchtbelasteten Familien zusammengefasst.

Der 5. Wettbewerb stand unter dem Motto "Suchtprävention für Kinder und Jugendliche in besonderen Lebenslagen". Damit sollten vor allem die Strategien zur kommunalen Suchtprävention gewürdigt werden, die sich an Kinder und Jugendliche richten, denen es an materiellen, sozialen und individuellen Ressourcen mangelt und die besonderen bzw. schwierigen Lebenssituationen und -lagen ausgesetzt sind. Im Vordergrund stehen dabei jedoch Kinder und Jugendliche, die ein besonders hohes Risiko aufweisen, selbst eine Suchterkrankung zu entwickeln: diejenigen, die in suchtbelasteten Familien aufwachsen. Hier wurde besonders die Orientierung auf den regionalen Kontext gewürdigt, der mit connect praktiziert und für Lina angestrebt wird.

Sozialsenator Detlef Scheele hat den Preis am 6. Juni im Beisein von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans und der Direktorin der BzgA, Prof. Dr. Elisabeth Pott, in Berlin entgegengenommen.

 
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